Woche gegen die Einsamkeit

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Bildrechte Kompetenzzentrum Einsamkeit

Die Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ vom 22. bis 28. Juni 2026 des Kompetenznetzes Einsamkeit (KNE) in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Frauen, Senioren und Jugend (BMBFSFJ) rückt das Thema Einsamkeit in den öffentlichen Fokus. Hier finden Sie weitere Informationen dazu. Wir als Kirche und Diakonie im Dekanat Coburg möchten uns an dieser bundesweiten Aktionswoche beteiligen. Diakonin Anna-Lena Henßchen, Referentin für Diakonische Kirche im Dekanat, ruft Menschen aus Kirche und Diakonie dazu auf, sich an der Aktionswoche zu beteiligen – in Form eines Gottesdienstes oder Vortragsabends zum Thema, in Form von Nachbarschaftshilfe, Friedhofscafé, Kirche als Begegnungsort oder Tischgemeinschaft.

Übrigens: Auch das Sonntagsblatt hat über die Woche der Einsamkeit berichtet. Hier gibt es den Artikel zum Nachlesen.

Im Dekanat Coburg gibt es – natürlich auch außerhalb der Woche gegen die Einsamkeit – ganz verschiedene Projekte, die erfolgreich Einsamkeit bekämpfen. 

Projekte gegen Einsamkeit

Menschen mit Behinderungen sind stärker von Einsamkeit betroffen – beispielsweise aufgrund fehlender Barrierefreiheit, eingeschränkter Mobilität, Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen und erschwerter sozialer Teilhabe. Dabei fällt es Menschen – mit und ohne Behinderungen - schwer, über Einsamkeit zu sprechen: Viele setzen sich kaum mit dem Thema auseinander und sprechen auch wenig mit Anderen darüber.

Das halbjährliche Treffen der Diakoniebeauftragten in den Kirchengemeinden stand dieses Mal ganz im Zeichen der Einsamkeit. Hierfür waren Claudia Fischer und Regina Karpinsky von der Diakoniesozialstation zu Gast. In ihrem Impulsvortrag haben sie von ihrer Arbeit berichtet, bei der Einsamkeit eine große Rolle spielt. Viele der Patient:innen verlassen ihre Wohnungen aus verschiedenen Gründen nicht - die aufsuchende Sozialarbeit, die von der Diakoniesozialstation angeboten wird, ist oft ihr einziger Kontakt zur Außenwelt.

Pfarrer Detlev Juranek ist in der Klinikseelsorge im Klinikum Coburg tätig. „Wenn aufgrund der Erkrankung die Frage entsteht, wie der Alltag zu Hause wieder gut bewältigbar ist, ist ein gutes soziales Netz und Unterstützung zu Hause essenziell. In diesem Punkt wird die Einsamkeit besonders deutlich für die Menschen“, so beschreibt er das Zusammenwirken von Krankheit und Einsamkeit von Patientinnen und Patienten im Klinikum. Viele Patient:innen werden von Angehörigen gut besucht, manche haben keine Angehörigen.

Bisher wurden Besuche und Glückwunschschreiben in den Gemeinden unterschiedlich gehandhabt. Nun organisieren wir die Segenswünsche in der „Pfarrei unter der Veste“ gemeinsam und tauschen uns regelmäßig aus. Unsere Besuchsdienste, Interessierte und Seelsorgerinnen vernetzen sich dabei. Ob anlässlich eines Geburtstags, eines Ehejubiläums, oder einfach nur so: Unser Seelsorgeteam in den Sprengeln Dörfles-Esbach, HeiligKreuz, St. Matthäus und St. Moriz ist für alle ansprechbar. 

Vor einiger Zeit hat eine Studierende der Hochschule Coburg für eine Seminararbeit eine Umfrage zum Thema Einsamkeit gemacht. Das Ergebnis: Rund 50 Prozent der Studierenden fühlen sich während längerer Zeiträume im Semester einsam, 10 Prozent befürchten sogar einen negativen Einfluss auf ihren Erfolg an der Hochschule. 

Für Pfarrerin Susanne Thorwart von der Ökumenischen Studierendengemeinde (ösg) und ihre Kollegin Marion Haase vom International Office ein Grund, ein niedrigschwelliges Angebot für Studierende der Hochschule Coburg zu schaffen. 

Beim gemeinsamen Mittagstisch im dialog treffen sich jeden Samstag Menschen mit viel und wenig Geld, unterschiedlichen Alters und verschiedener Herkunft. Bei einem leckeren Essen kommen die Gäste ins Gespräch und genießen die freundliche Atmosphäre des Stadtbüros der Diakonie.

Treffpunkt: Jeden Samstag außer in den Schulferien von 11:00 – 14:00
dialog, Metzgergasse 13, Coburg

Die Kontakt- und Begegnungsstätte Mosaik bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen ganzjährig Möglichkeiten für Begegnung, Austausch und gemeinsame Aktivitäten. Die Förderung sozialer Kontakte sowie die Unterstützung gesellschaftlicher Teilhabe gehören zu den grundlegenden Aufgaben unserer Einrichtung.

Aus diesem Grund finden im Rahmen der Themenwoche gegen Einsamkeit keine gesonderten Veranstaltungen statt. Die Vermeidung von sozialer Isolation und die Stärkung von Gemeinschaft sind fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit und unserer regulären Angebote.

Pfarrer Ralph Utz arbeitet im Dekanat Coburg als Altenheimseelsorger

„Ich will einfach für die Menschen vor Ort da sein“, beschreibt Ralph Utz seinen Job als Altenheimseelsorger in einem Satz. Doch hinter dieser kurzen Beschreibung steckt ein breites Portfolio an Aufgaben. Seit rund vier Jahren ist der 62-Jährige bereits der Altenheimseelsorger im Dekanat Coburg. Bis dahin war er regulärer Gemeindepfarrer.

Gemeinsam essen – das bringt Menschen zusammen!

Die drei Ehrenamtlichen Frau Heyer-Dier, Herr Dier sowie Frau Süßenbach kochen bereits seit Jahren einmal im Monat für die Suppenküche in der Kirchengemeinde St. Johannis Rödental. Das Essen ist für die Gäste kostenlos – Spenden in der „Spendenkuh“ sind gerne gesehen. Die Suppenküche gibt es nun bereits seit etwa 15 Jahren. Zu essen gibt es immer einen Salat, ein vegetarisches Essen und einen Nachtisch. Etwa 20 Personen kommen regelmäßig zur Suppenküche zum gemeinsamen Essen. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.