Vom 16. bis zum 22. März wird die Diakonie Bayern für ihre Frühjahrssammlung um Spenden bitten – dieses Jahr für ein besonders akutes Thema:
„2023 wurden in Deutschland über 256.000 Menschen Opfer von häuslicher Gewalt – 70 % davon sind Frauen. Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens körperliche, psychische, wirtschaftliche und/oder sexuelle Gewalt. 2023 wurden in Deutschland 360 Frauen getötet, es gab 578 Tötungsversuche. Die Kinder sind immer mitbetroffen – auch wenn sie selbst nicht direkt geschlagen werden. Sie wachsen in Angst und Unsicherheit auf, was schwere Folgen für ihre Persönlichkeitsentwicklung haben kann. Nicht selten werden diese Kinder später selbst zu Täter:innen und setzen damit eine Gewaltspirale in den Familien fort.
Die Diakonie ist Betreiberin von Frauenhäusern, Frauennotrufen, Fachberatungsstellen für häusliche und sexualisierte Gewalt sowie Fachstellen für Täter:innenarbeit. Frauen und Kinder finden in unseren Einrichtungen Schutz, Ruhe und Unterstützung. Gemeinsam mit Fachkräften entwickeln sie Wege in ein gewaltfreies, selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben. Auch Täter:innen können durch spezielle Angebote lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen und ihr Verhalten zu ändern.
Die Diakonie will das Thema Gewalt in Partnerschaft und Familie sichtbar machen und ein Bewusstsein für dessen gesellschaftliche Relevanz schaffen. Wir wollen und dürfen nicht wegschauen. Gewalt darf kein Tabuthema bleiben. Gemeinsam können wir Betroffenen helfen, neue Wege zu gehen und Gewaltspiralen, die sich häufig von Generation zu Generation fortsetzen, zu unterbrechen. Darum setzen wir uns für mehr Schutz, Aufklärung und Hilfe ein – durch politische Arbeit, Öffentlichkeitsarbeit und praktische Angebote.
Um die Angebote umsetzen zu können, sind unsere Einrichtungen – neben den staatlichen und kommunalen Zuschüssen – auf Spenden angewiesen.
Mit den Spendengeldern werden beispielsweise Trauma-Therapien, Präventionsarbeit an Schulen und Kindergärten oder erste finanzielle Hilfe für Frauen ohne eigenes Geld und ohne eigenes Konto finanziert.“ (Text: Diakonie Bayern)