In seinem Frühjahrskonzert am Karfreitag, dem 3. April 2026, um 17 Uhr singt der Coburger Bachchor die Johannespassion von Johann Sebastian Bach – eines der eindrucksvollsten Werke der geistlichen Musik. Neben dem Bachchor singen und musizieren Anna Nesyba, Sopran, Nele Gramß, Alt, Christian Rathgeber, Tenor, Johannes Weinhuber, Bass (Jesus), Felix Rathgeber Bass (Arien) sowie das Main-Barockorchester Frankfurt. Die Leitung hat Peter Stenglein.
In dieser monumentalen Passion erzählt Bach die Leidensgeschichte Jesu nach dem Evangelium des Johannes mit ergreifender musikalischer Intensität. Dramatische Volkschöre, bewegende Arien und eindringliche Choräle verbinden sich zu einem Werk von großer Ausdruckskraft und spiritueller Tiefe.
Seit ihrer Uraufführung im Jahr 1724 berührt die Johannespassion Menschen auf der ganzen Welt. Bach gelingt es, das biblische Geschehen nicht nur zu erzählen, sondern emotional erlebbar zu machen: von der angespannten Atmosphäre der Gefangennahme über die dramatischen Szenen des Prozesses bis hin zur stillen Trauer des Schlusschores.
Als Kirchenmusikdirektor Heinz Walter im Jahr 1957 den Coburger Bachchor gründete, wählte er für das erste Konzert Bachs Johannespassion. Seither erklang das Werk regelmäßig immer wieder in der Morizkirche, zuletzt im Jahr 2015.
Die Musik lädt dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und sich von der zeitlosen Kraft von Bachs Komposition berühren zu lassen. Im Wechsel von Rezitativen, Arien, Chorälen und großen Chorszenen entfaltet sich ein musikalisches Drama von großer Tiefe. Der Evangelist führt erzählend durch die Handlung, während Solostimmen und Chor das Geschehen kommentieren, reflektieren und emotional vertiefen. So entsteht ein eindringlicher Dialog zwischen biblischer Erzählung und persönlicher Betrachtung. Die Johannespassion ist damit nicht nur ein musikalisches Meisterwerk, sondern auch ein Raum der Besinnung – ein Werk, das zum Nachdenken anregt und gerade in der besonderen Atmosphäre des Karfreitags seine ganze spirituelle und künstlerische Kraft entfaltet.
Eintrittskarten gibt es bei allen Vorverkaufsstellen von Reservix - in Coburg sind das: Toxic Toast, Unterer Bürglaß 14, und Geschäftsstelle der Neue Presse, Steinweg 51 oder online unter https://www.moriz-klingt.de/