Diakoniebeauftragten-Treffen

Wie können Kirchengemeinden Orte schaffen, an denen alle Menschen willkommen sind und gleichberechtigt teilhaben können? Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch das Treffen der Diakoniebeauftragten im Dekanat Coburg. Zu Beginn stellte Matthias Emmer die Wefa GmbH vor, die Menschen mit Behinderung an mehreren Standorten in der Region berufliche Perspektiven bietet. Die Arbeitsbereiche reichen von Metallverarbeitung und Logistik über Garten- und Landwirtschaft bis hin zu Hauswirtschaft und IT. Insgesamt arbeiten rund 800 Menschen an den verschiedenen Standorten. Gleichzeitig steht die Wefa vor wirtschaftlichen Herausforderungen und der Aufgabe, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung weiter zu stärken. Den Hauptstandort in Ahorn werden die Diakoniebeauftragten bei einer Führung Ende November kennenlernen.

Wie Barrieren abgebaut werden können und was sich Menschen mit Behinderung von ihrer Kirchengemeinde wünschen, soll bei einem Austausch mit Beschäftigten der Wefa zur Sprache kommen. Ihre Erfahrungen und Vorstellungen sollen Impulse für eine inklusive Kirche und konkrete Veränderungen vor Ort geben.

Daneben gab es Neuigkeiten aus den Einrichtungen und Beratungsstellen der Diakonie Coburg. Berichtet wurde unter anderem von Umzügen in die Ernst-Faber-Straße und geplanten Projekten. Dazu gehört ein Kaffee-Fahrrad, das in den Sommermonaten verschiedene Stadtteile anfahren und bei Kaffee, Tee und Gesprächen Begegnungen ermöglichen soll. Der Gottesdienst „Unterm Regenbogen“ in Neustadt, der dort seit 25 Jahren gefeiert wird, und das 25-jährige Jubiläum der Wefa Wildenheid unterstrichen die Bedeutung von Gemeinschaft, Inklusion und Teilhabe.

Auch der Austausch über die diakonische Arbeit in den Kirchengemeinden kam nicht zu kurz. Durch den Abend führte Diakonin Anna-Lena Henßchen, Referentin für Diakonische Kirche im Dekanat Coburg. Das nächste Treffen findet am 16. Februar 2027 in der Ernst-Faber-Straße 17 statt. Dort lernen die Diakoniebeauftragten die Arbeit der Offenen Hilfen und des Sozialpsychiatrischen Dienstes kennen.

Text: Diakonin Anna-Lena Henßchen, Referentin für Diakonische Kirche im Dekanat Coburg