Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen

Der Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen im Dekanat Coburg bietet vertrauliche, kostenfreie Erstberatung für Betroffene, Angehörige sowie Haupt- und Ehrenamtliche. Er ordnet ein, begleitet seelsorglich und vermittelt bei komplexen Anliegen an spezialisierte kirchliche und ökumenische Stellen. Darüber hinaus unterstützt er Prävention und Aufklärung mit Vorträgen und Workshops in Gemeinden, Schulen und Einrichtungen.

Michael R. Hofmann
Bildrechte privat

Pfarrer Michael R. Hofmann

Tel. 09563 - 721347
E-Mail: michael.r.hofmann@elkb.de

Auftrag und Selbstverständnis

Die Weltanschauungsarbeit der ELKB informiert über religiöse und weltanschauliche Strömungen, bietet Beratung und Seelsorge an und unterstützt Gemeinden, Einrichtungen sowie Interessierte mit Vorträgen und Materialien. Sie befasst sich unter anderem mit Kirchen und Freikirchen, christlichen Sondergemeinschaften/Neuoffenbarungsgruppen, esoterischen und okkulten Angeboten, psychologischen Gruppen („Psychogruppen“) sowie atheistischen Weltanschauungen.

Als Dekanat sind wir Teil dieses landesweiten Netzwerks. Auf Ebene der Landeskirche arbeiten u. a. der Landeskirchliche Beauftragte für Sekten‑ und Weltanschauungsfragen (ELKB) sowie der Beauftragte für religiöse und geistige Strömungen (ELKB) mit ausgewiesener Fachkompetenz – bei Bedarf beziehen wir diese Stellen in die Beratung ein. 

Ob Fragen zu neuen religiösen Bewegungen, esoterischen Angeboten, psychologischen Gruppen oder Konflikten im Umfeld: Unsere Anlaufstelle bietet vertrauliche und kostenfreie Erstberatung – offen für alle Menschen, unabhängig von Kirchenmitgliedschaft. Gemeinsam klären wir Ihre Situation, geben fundierte Orientierung und vermitteln bei Bedarf an spezialisierte kirchliche und ökumenische Fachstellen. Auf Wunsch unterstützen wir präventiv mit Vorträgen und Workshops in Gemeinde, Schule und Einrichtungen.

Sie können von uns Vertraulichkeit und das Seelsorgegeheimnis erwarten, bekommen eine kostenfreie Beratung, die offen für Menschen aller oder keiner Religionszugehörigkeit sind. Wir bekommen von uns sachliche und differenzierte Informationen und eine evangelische Perspektive oder missionarischen Druck. 

Unsere Anlaufstelle richtet sich an: 

  • Betroffene, die Fragen zu einer Gruppe, Bewegung oder einem weltanschaulichen Angebot haben oder einen Ausstieg erwägen.
  • Angehörige und Nahestehende, die Orientierung und Entlastung im Umgang mit der Situation suchen.
  • Haupt‑ und Ehrenamtliche, Lehrkräfte, pädagogische und soziale Fachkräfte sowie andere Multiplikator:innen, die Informationen oder Fortbildung benötigen.

Womit können Sie zu uns kommen?

In einer vertraulichen Erstberatung klären wir Ihre Situation und besprechen nächste Schritte. Typische Anliegen sind z. B.

  • Information und Einordnung zu einzelnen Gruppierungen oder Lehren (z. B. neue religiöse Bewegungen, esoterische/okkulte Praktiken, Psychogruppen).
  • Unterstützung bei Ausstiegs‑ / Distanzierungsprozessen (inkl. seelsorglicher Begleitung).
  • Angehörigenberatung: Umgang mit Kontaktabbrüchen, innerfamiliären Konflikten, Kommunikationsstrategien.
  • Fragen zu Kindeswohl, Schule, Jugendarbeit oder Gemeinde im Spannungsfeld von Religion/Weltanschauung.
  • Prävention & Fortbildung (z. B. Vorträge/Workshops in Gemeinde, Schule, Verein).
  • Themen wie spiritueller Machtmissbrauch und entsprechende Schutz‑ und Hilfewege.

Wie läuft eine Erstberatung ab?

Sie nehmen Kontakt mit uns auf, telefonisch oder per E-Mail, und schildern uns Ihr Anliegen. Dann führen wir gemeinsam ein vertrauliches Erstgespräch. Dies kann telefonisch, online oder vor Ort stattfinden. Wir klären Ihre Fragen und mögliche Optionen. Dann entscheiden wir gemeinsam die nächsten Schritte: Sind weitere Gespräche nötig? Sollten wir andere Fachstellen mit einbeziehen? 

Wichtiger Hinweis: 

Bei akuter Gefahr (zum Beispiel bei Selbst- und Fremdgefährdung, Freiheitsentzug oder Kindeswohlgefährdung) wenden Sie sich bitte sofort an den Notruf 110/112 oder die zuständige Behörde.

Materialien & Veranstaltungen

Aktuelle Erstinformationen, Publikationen und Materialien zur Weltanschauungsarbeit (inkl. Angebote für Jugendliche) stellt die ELKB online bereit; außerdem informieren die Beauftragten durch Vorträge und Veröffentlichungen. https://www.weltanschauungen.bayern/

„Linda fragt“ ist eine Produktion der Konferenz landeskirchlicher Beauftragter in Kooperation mit der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Durch die Ausrichtung an der Zielgruppe im Jugendalter bietet dieser YouTube-Kanal knappe und verständliche Erklärungen zur Erstinformation https://www.lindafragt.de/

Weitere Ansprechpersonen der Landeskirche

Beauftragter für Sekten‑ und Weltanschauungsfragen (ELKB)
KR PD Dr. theol. habil. Matthias Pöhlmann

Kontakt über https://www.weltanschauungen.bayern/wir-sind-fuer-sie-da

Beauftragter für religiöse und geistige Strömungen (ELKB)
KR PD Dr. theol. habil. Haringke Fugmann

Kontakt über https://www.weltanschauungen.bayern/wir-sind-fuer-sie-da

FAQ Weltanschauung und Sekten

1) Was meint die Kirche mit „Weltanschauung“?

Unter Weltanschauung verstehen wir grundlegende Überzeugungen, Ideologien und religiöse Strömungen – von Kirchen und Freikirchen über christliche Sondergemeinschaften und Neuoffenbarungsgruppen bis zu esoterischen, okkulten, psychologischen und atheistischen Angeboten.

2) Ist die Beratung vertraulich und kostenlos?

Ja. Unsere Beratungen fallen unter das Seelsorgegeheimnis der ELKB und sind kostenfrei – offen für alle Menschen, unabhängig von Konfession oder Kirchenmitgliedschaft.

3) An wen richtet sich die Erstberatung konkret?

An Betroffene, Ratsuchende vor einem möglichen Ausstieg, Angehörige und Nahestehende sowie an Haupt‑/Ehrenamtliche und andere Multiplikator:innen, die Einordnung, Orientierung oder Materialien benötigen.

4) Unterstützen Sie beim Ausstieg aus einer Gruppe?

Ja. Wir bieten seelsorgliche Begleitung, Information und Orientierung; bei Bedarf vermitteln wir an spezialisierte Fachstellen (kirchlich/ökumenisch) für weiterführende Beratung und Stabilisierung.

5) Vermitteln Sie an weitere Stellen – und an welche?

Bei komplexeren Fällen binden wir landeskirchliche Beauftragte ein und vernetzen mit spezialisierten Beratungsstellen in Bayern (z. B. Evangelische Beratungsstelle „Neue Religiöse Bewegungen“ in München) sowie mit ökumenischen Partnern und fachlichen Portalen.

6) Bieten Sie Vorträge, Schulungen oder Prävention an?

Ja. Wir informieren in Vorträgen/Workshops, stellen Materialien bereit (auch für Jugendliche) und unterstützen Gemeinden, Schulen und Einrichtungen bei Präventions‑ und Fortbildungsanfragen.

7) Wie läuft die Erstberatung ab?

Nach Ihrer Kontaktaufnahme vereinbaren wir ein vertrauliches Gespräch (telefonisch, online oder vor Ort). Gemeinsam klären wir Anliegen, Optionen und nächste Schritte – bis hin zur gezielten Weitervermittlung.

8) Was ist bei akuter Gefahr zu tun (z. B. Kindeswohl, Freiheitsentzug, Gewalt)?

Bitte wenden Sie sich sofort an Polizei/Notruf (110/112). Für Fälle mit strafrechtlicher Relevanz oder Opferschutz arbeiten wir – je nach Situation – mit den zuständigen Stellen zusammen (bspw. polizeiliche Prävention/Opferschutz).