Mitarbeitende aus Diakonie, Kirchengemeinden und Kindertagesstätten tauschen sich aus
Am vergangenen Freitag haben sich rund 30 Ehren- und Hauptamtliche aus evangelischen Kirchengemeinden und Kindertagesstätten in und um Coburg im Gemeindezentrum Elia & Co in einem ersten Netzwerktreffen kennengelernt. Diakonin Anna-Lena Henßchen, Referentin für Diakonische Kirche im Dekanat Coburg, Alexandra Ludwig, stellvertretende Geschäftsführerin des Evangelischen Kitaverbands Coburg, und Hanna Kurz-Schneider, Religionspädagogin in der Pfarrei Unter der Veste in Coburg, hatten das Netzwerktreffen initiiert und organisiert.
Susanne Menzke vom Referat Frühe Bildung im Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn sprach in ihrem Impulsvortrag über die steigende Wichtigkeit von Kitas und die notwendige Vernetzung: Sowohl die Kirchengemeinden als auch Kirche und Diakonische Träger arbeiteten immer enger zusammen und auch die Vernetzung in den Sozialraum gewinne immer mehr an Bedeutung – und Kitas seien als Orte der Kirche an der Schnittstelle dieser gemeinsamen Räume. „Kitas sind oft Aushängeschilder der kirchlich-diakonischen Arbeit“, betonte Susanne Menzke. „Hier begegnen Kinder Kirche, erleben interreligiöse Bildung und Familien können auf sozialdiakonische Angebote zurückgreifen.“ Sie ist sich sicher: „Evangelische Kitas sind ein absoluter Schatz unserer Kirche!“
Nach dem Impulsreferat stellten sich vier diakonische Beratungsdienste der Diakonie Coburg vor. Stefan Kornherr brachte den Anwesenden die Arbeit der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit nahe, die sowohl schnelle, unbürokratische Hilfe in Krisensituationen leistet, als auch langfristig vernetzt und unterstützt. Eltern können dort beispielsweise Unterstützung bei der Beantragung von Kur- und Erholungshilfe bekommen. Michael Klein stellte die Suchtberatung der Diakonie vor, die sowohl Beratung und Selbsthilfegruppen als auch die Vermittlung in die ambulante oder stationäre Therapie anbietet. Nicole Rohr von der staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen wies in ihrem Kurzvortrag darauf hin, dass die Einrichtung mehr als die bloße Beratung in der Schwangerschaft anbietet: Schwangere und Eltern mit Kindern bis zum 3. Lebensjahr finden dort Ansprechpersonen, die sich mit vielfältigen Themen auskennen: Hebammensuche, Kinderbetreuung, finanzielle Fragen, Konfliktberatung oder die Bewältigung von Sternenkind-Erfahrung. Doris Werberich stellte abschließend die Arbeit des sozialpsychiatrischen Dienstes vor, der psychosoziale Beratung sowohl für Betroffene als auch für Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen anbietet. Ihr Angebot, so Doris Werberich, sei ein lösungs- und ressourcenorientiertes Angebot, das Menschen über einen längeren Zeitraum begleiten kann.
Nach den Vorträgen konnten die Gäste beim Markt der Möglichkeiten und in Workshopangeboten vertiefte Rückfragen stellen und sich mit den Diakonischen Trägern vernetzen. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv – viele konnten gute Ideen mit nach Hause nehmen, wie sie in ihren Einrichtungen und Gemeinden Kinder und Familien mit dem neu erworbenen Wissen unterstützen können.