Jesus spricht: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“
Die Möglichkeit, Menschen in einer prekären Situation Kirchenasyl zu bieten, bringt Menschen aus eigenen, eingefahren Bahnen heraus und so auch aus der Einsamkeit. Auch in Coburg St. Johannes gibt es ein Kirchenasyl. Es bietet bis zu sieben geflüchteten Menschen gleichzeitig zeitlich befristeten Schutz vor drohender Abschiebung. Im Gemeindehaus können sie unterkommen, zur Ruhe kommen, Sorgen und Nöte teilen. Das Ziel des Kirchenasyls ist es, eine erneute Prüfung des jeweiligen Falls zu ermöglichen. Viele Menschen packen mit an, haben eine Waschmaschine gespendet, die Räumlichkeiten gestrichen und ähnliches. Ehemalige Bewohner:innen schauen regelmäßig vorbei und unterstützen. Das Team Kirchenasyl aus Haupt- und Ehrenamtlichen arbeitet eng zusammen. Die Arbeit ist eine gegenseitige Bereicherung: Man lernt voneinander, Freundschaften entstehen. Gemeinsame Mahlzeiten aus den verschiedenen Kulturkreisen bringen die Gäste und die Mitarbeitenden zusammen. „Wir sehen uns als Brüder und Schwestern“ und sind bereit, uns gegenseitig zu unterstützen“, so der Ehrenamtliche Thomas Zeltner.