Verhaltenskodex als Herzstück

Unterschreiben des Kodex
Bildrechte Dekanat Coburg

Das Dekanat Coburg stellt bei der Dekanatssynode den Mantelteil zum Präventionsschutzkonzept vor

Seit 2023 gibt es das Präventionsschutzgesetz der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), das klare Vorschriften zum Schutz vor sexualisierter Gewalt macht. Alle Kirchengemeinden, Einrichtungen und Dekanate innerhalb der ELKB mussten bis Ende des Jahres ein Schutzkonzept ausarbeiten. Die Kirchengemeinden innerhalb des Dekanats Coburg haben dies bereits im vergangenen Jahr getan. Nun hat das Dekanat diese Schutzkonzepte durch einen Mantelteil zusammengefasst. Auf 36 Seiten werden grundlegende Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Dekanat vorgestellt. „Kirche soll ein einladender und sicherer Ort des Glaubens für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sein“, so Christin Sperling, Präventionsbeauftragte im Dekanat. Das fertige Schutzkonzept sei dazu ein erster wichtiger Schritt. Sie stellte das Schutzkonzept gemeinsam mit Dekan Stefan Kirchberger im Rahmen der Dekanatssynode vor.

Unter anderem werden im Schutzkonzept fünf Ansprechpersonen benannt, an den sich Betroffene oder Menschen, die etwas Bedenkliches beobachten, jederzeit wenden können. Der Mantel umfasst auch einen Verhaltenskodex, den in einem nächsten Schritt alle Haupt- und Ehrenamtlichen im Dekanatsbezirk unterschreiben sollen. Dieser Kodex ist eine Selbstverpflichtung zum Verhalten untereinander, den die Synodalen auch direkt vor Ort unterzeichnen konnten. „Der Verhaltenskodex ist das Herzstück des Schutzkonzeptes“, so Dekan Stefan Kirchberger. Ein weiterer wichtiger Baustein im Schutzkonzept sei, so der Dekan, der Interventionsleitfaden. Sollte es zu einem Fall sexualisierter Gewalt in einer der Einrichtungen oder Gemeinden des Dekanats kommen, ermöglicht der Mantelteil mit dem Interventionsleitfaden eine zügige und sensible Bearbeitung, damit Betroffene schnelle Hilfe erfahren und Täter:innen belangt werden können.

Als nächste Schritte stellten Christin Sperling und Stefan Kirchberger das Angebot von Basisschulungen für neue Mitarbeitende vor – durch diese soll die Sensibilisierung für das Thema sexualisierte Gewalt gefördert werden. Alle Informationen aus dem Mantelteil finden sich auf der Website des Dekanats. In den Kirchengemeinden und an anderen zentralen Orten im Dekanat hängen Plakate mit den Ansprechpersonen und den wichtigsten Informationen zum Schutzkonzept aus.