Hoffnung falten statt Sorgenfalten

Essen unter einem Himmel voller Schmetterlinge
Bildrechte Dekanat Coburg

Die Vesperkirche 2026 in der Morizkirche zieht Bilanz

14 Tage, 144 Ehrenamtliche, 3.390 Mittagessen, 1.800 Schmetterlinge: Das ist die Bilanz der Vesperkirche 2026, einem Projekt von Kirchengemeinden, Diakonie Coburg und Gesamtkirchengemeinde im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Coburg. Zwei Wochen lang konnten Menschen aller Altersstufen, Berufe und Herkunft in der Morizkirche in der Coburger Innenstadt ein kostenloses Mittagessen genießen – und dazu gute Gespräche, Seelsorgeangebote, geistliche Impulse und ein abwechslungsreiches Begleitprogramm nutzen. Doch die Zahlen sind nur ein Teil der Bilanz: Denn der Wert, den die Gespräche, die Begegnungen und der Austausch für viele Menschen in und um Coburg herum haben, ist nicht in Zahlen zu messen. „Die Vesperkirche ist ein besonders gelungenes Beispiel für die gewinnbringende Zusammenarbeit von Diakonie und Kirche“, so Stefan Kornherr, der von Seiten der Diakonie Coburg die Vesperkirche koordiniert. Menschen aller Art kommen in diesen Wochen zusammen, essen an einem Tisch. 

„Es war jeden Tag voll, an keinem Tag ist Essen übriggeblieben“, fasst Maria Kollo zusammen, die als Ehrenamtliche bereits das vierte Jahr bei der Vesperkirche hilft. Ohne Ehrenamtliche wäre die Vesperkirche nicht möglich, das wissen die beteiligten Hauptamtlichen aus Kirche und Diakonie. Insgesamt haben 144 Menschen mit angepackt, beim Auf- und Abbau, als Tisch-, Küchen- oder Begrüßungsdienst, als Tagesleitung, beim Musizieren oder im Vorfeld beim Basteln der rund 1.800 Papier-Schmetterlinge, die noch bis Ende der Fastenzeit an der Decke der Morizkirche zu bewundern sind. Das diesjährige Projekt, das sich durch die gesamte Vesperkirchenzeit zog, stand unter dem Motto „Hoffnung falten statt Sorgenfalten“ – die Schmetterlinge zeigen, wie hoffnungsvoll die Menschen in Coburg sind.

Insgesamt fünf Gottesdienste fanden ebenfalls im Rahmen der Vesperkirche statt – der Eröffnungs- und der Abschlussgottesdienst, ein Jugendgottesdienst, in dessen Rahmen Veit Röger als Dekanatsjugendpfarrer eingeführt wurde, der beliebte Schlagergottesdienst und ein Diakoniegottesdienst, in dessen Rahmen Diakonin Anna-Lena Henßchen als Referentin für Diakonische Kirche in ihren Dienst eingeführt wurde. Jeden Tag standen außerdem zwei Pfarrpersonen oder Diakoninnen für seelsorgerliche Gespräche in der „krümelfreien Ecke“ bereit.

Auch viele Personen aus der Coburger Gesellschaft haben sich ehrenamtlich beteiligt: Aus der Politik, von der Hochschule, vom Theater, von Radio 1, von der befreundeten Caritas und aus vielen weiteren Bereichen haben motivierte Menschen Schöpfkellen und Putzlappen geschwungen, damit das Projekt gelingt. Oder sie haben die Vesperkirche finanziell unterstützt, denn ohne Spenden würde das Konzept ebenfalls nicht funktionieren. „Für die finanzielle und tatkräftige Unterstützung danken wir von Herzen im Namen aller Gäste der Vesperkirche“, so Stefan Kornherr. 

Neben den täglichen Mittagessen hat ein buntes Begleitprogramm für Unterhaltung gesorgt: Workshops wie die Einführung ins Line Dancing, Konzerte wie Aqua Vitae mit Klanggrenzen e.V. oder das Konzert „Diakonie rockt“ und die lange Vesperkirchennacht mit mitternächtlicher Kirchturmbesteigung haben zusätzlich viele Menschen in der Morizkirche zusammengebracht. 

„Ich bin total überzeugt von diesem Konzept und freue mich schon auf nächstes Jahr“, zieht Maria Kollo ihre ganz persönliche Bilanz jenseits von Zahlen. Die nächste Vesperkirche ist vom 28. Februar bis zum 14. März 2027 geplant. 

Text und Fotos: Arnica Mühlendyck

Ehrenamtliche beim AufbauBällebadEhrenamtliche mit LandratEhrenamtlicher bei der GeschirrrückgabeKantorei beim EröffnungsgottesdienstEröffnungsgottesdienstRegionalbischöfin Berthild SachsGeschirr der VesperkircheAnstehen fürs MittagessenGanz verschiedene Gäste kommen zusammenMarkt der MöglichkeitenStefan Kornherr im Interview mit Radio 1Generalprobe für Diakonie rocktMusik zum MittagessenBarbara Tappe vom DW BayernPfadfinder im EinsatzAuch jüngere Gäste kommen zur VesperkircheGäste unter einem Schmetterlingshimmel Klanggrenzen e.V. KonzertHoffnung falten statt Sorgenfalten