Im Rahmen der Dekanatssynode im Evang.-Luth. Dekanatsbezirk Coburg wurden Frauenbeauftragte in ihr Ehrenamt eingeführt
„Die Geschichte der Menschen mit Gott erzählt immer von Aufbrüchen“, so Dekan Andreas Kleefeld in seiner Andacht zum Start in die Dekanatssynode am vergangenen Freitagabend. „Niemand kann sich der Veränderung entziehen. Bewegung gehört zum Glauben dazu.“ Er leitete mit seinen Worten die Einführung der neu berufenen Dekanatsfrauenbeauftragten ein. Denn auch die Frauenarbeit im Dekanat sei im Wandel begriffen, so der Dekan.
Das Ehrenamt der Frauenbeauftragten teilen sich seit Januar Hannelore Förster aus Sonnefeld, Desiree Sommermann aus Wildenheid-Meilschnitz, Anke Kroll aus Coburg-St. Moriz, Christine Süßenbach aus Rödental-St. Johannis und Sabine Mahl, die als Gemeindereferentin auch hauptamtlich in Rödental tätig ist. Nun wurden die Frauen im Rahmen der Dekanatssynode in ihr Ehrenamt eingeführt und dafür gesegnet. Seit Januar waren sie schon einige Mal im Austausch, haben Pläne gemacht. Desiree Sommermann fasst zusammen: „Am wichtigsten ist es uns, hinzuhören. Welche Themen beschäftigen Frauen?“ Die Vernetzung sei den Frauenbeauftragten ebenfalls sehr wichtig, ebenso wie die Ermutigung von Frauen, die maßgeblich das kirchliche Leben mittragen und gestalten. Bei einem Abend der Begegnung wollen sie Frauen aus dem ganzen Dekanat miteinander in Kontakt bringen. „Wir wollen Frauen stärken und miteinander verbinden“, so Desiree Sommermann.
Nach der Einführung tagten die Mitglieder der Dekanatssynode noch mehrere Stunden. Beratungen über den Haushalt und die Landesstellenplanung waren dabei ebenso Thema, wie die Bewerbung des Dekanats für ein Austauschprogramm einer hauptamtlichen Person mit Tansania. Auch im Bereich der Gebäudebedarfsplanung, die vorgibt, dass bis Ende des Jahres alle Gebäude in kirchlicher Nutzung – Pfarrhäuser, Pfarrämter, Gemeindehäuser und Kirchen – kategorisiert werden müssen, gab es Neues zu berichten: Am 22. Juli wird der Dekanatsausschuss abschließend entscheiden, welche Gebäude im Dekanat weiterhin aus Kirchensteuermitteln betrieben werden können, welche bis 2035 zu transformieren sind und welche Gebäude unverzüglich eine andere Finanzierung benötigen oder einem anderen Zweck zugeführt werden müssen. Bis dahin tauschen sich die Dekane Andreas Kleefeld und Stefan Kirchberger eng mit den Kirchenvorständen aus, vor allem mit jenen, aus denen Einwände gegen die vorläufige Planung vorgetragen wurden.
Zur Dekanatssynode gehören die beiden Dekane sowie die Mitglieder der Landessynode, Personen aus dem Pfarrkapitel des Dekanats sowie Ehrenamtliche aus den Kirchenvorständen der Kirchengemeinden. Dazu werden noch einige Mitglieder berufen, beispielsweise der Geschäftsführer der Evangelischen Jugend im Dekanat und der Geschäftsführer des Diakonisches Werkes.
Foto: Im Rahmen der Dekanatssynode wurden die neuen Dekanatsfrauenbeauftragten (v.l. Hannelore Förster, Anke Kroll, Christine Süßenbach und Desiree Sommermann, es fehlt Sabine Mahl) eingeführt.