Kirchengemeinden in Dörfles-Esbach und Rödental beenden Partnerschaft mit Gemeinden in Tansania – Partnerschaftsarbeit wird auf Dekanatsebene fortgesetzt
Das Evang.-Luth. Dekanat Coburg und viele seiner Kirchengemeinden haben Partnerschaften mit dem Dekanat Chimala in Tansania. Die ersten dieser Partnerschaften reichen bis 1962 zurück. Ganz so alt ist die Partnerschaft zwischen Dörfles-Esbach und Rödental mit den Kirchengemeinden Lupatingatinga und Makongolozi in Tansania nicht. 1999 wurde die Partnerschaft gegründet, seitdem sind viele Projekte durchgeführt und viele Begegnungen ermöglicht worden. Im Partnerschaftsgottesdienst in Mönchröden am vergangenen Sonntag haben die Gemeindemitglieder gemeinsam auf diese Zeit zurückgeschaut.
„Die Verbindung war fast 30 Jahre lang genau richtig“, so Pfarrer Sascha Ebner in seiner Predigt. „Die Zeit war bereichernd, doch deshalb müssen wir nicht an der Vergangenheit festhalten. Ein jegliches hat seine Zeit.“ Viele Ehrenamtliche, so Pfarrer Ebner, hatten Herzblut in das Projekt gesteckt. Doch in den vergangenen Jahren wurde das weniger und so hatte der Partnerschaftsausschuss schweren Herzens die Entscheidung getroffen, die Partnerschaft zum Ende des Jahres zu beenden. „Es endet zwar die institutionelle Partnerschaft zwischen unseren Gemeinden, doch die Bekanntschaften und Erfahrungen bleiben bestehen.“
Auch der bisherige Dekanatsmissionspfarrer Alexander Rosenmeyer hat nach 22 Jahren die Beauftragung zurückgegeben und wurde im Gottesdienst verabschiedet und bedankt. „In seiner Brust haben mindestens zehn Herzen für die Partnerschaftsarbeit geschlagen. Vor allem die Besuche und Begegnungen waren für ihn das A und O“, sagten die Ehrenamtlichen Heidrun Mücke und Martina Hanisch in ihrer Abschiedsrede. Alexander Rosenmeyer konnte das bestätigen: „Ich habe auf jeden Fall einen Teil meines Herzens nach Afrika verloren.“
Nach dem Gottesdienst richtete auch Dekan Stefan Kirchberger noch das Wort an den scheidenden Dekanatsmissionspfarrer und entpflichtete ihn von seinen Aufgaben. „22 Jahre haben sie diese Beauftragung innegehabt. Nun sind Sie von allen Pflichten frei“, so der Dekan. „Ich bin nun zwar entpflichtet, aber eine Pflicht war es mir nie“, antwortete Alexander Rosenmeyer.
Die Partnerschaftsarbeit mit dem Dekanat Chimala geht auf Dekanatsebene natürlich weiter. Die Ehrenamtlichen aus Rödental und Dörfles-Esbach, die sich weiterhin für Menschen in Tansania engagieren wollen, können das in diesem Rahmen tun. Auch das Amt des Missionspfarrers wird es weiterhin geben: Im Januar wird Michael Herzer, Pfarrer in der Pfarrei Coburg Süd, als neuer Dekanatsmissionspfarrer eingeführt.